KOMPONISTENPORTRÄT JAMES MACMILLAN (*1959)

Samstag, 30. Januar 2016, 22 Uhr, Pinakothek der Moderne, Rotunde
Einführungsgespräch zwischen Sir James MacMillan und Anselm Cybinski, 21 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium

í (A Meditation on Iona) für Streichorchester und Schlagzeug (1996)

Klavierkonzert Nr. 2 (2003)

"For Sonny" für Streichorchester (2001, arr. 2013)

"Seraph" für Trompete und Streichorchester (2010)

Seinen Durchbruch erlebte Sir James MacMillan als 31-Jähriger bei den Londoner Proms. Nach der Uraufführung von The Passion of Isobel Gowdie im Sommer 1990 berichtete die Presse von Ovationen, wie sie seit Brittens Zeiten keine Novität mehr ausgelöst habe. Dabei sparte das opulente Orchestertableau nicht an lautmalerischer Drastik: Behandelt wird eines der dunkelsten Kapitel der schottischen Geschichte, die massenhafte Folter und Hinrichtung unschuldiger Frauen als „Hexen“ in der Zeit nach der Reformation. International populär wurde Sir MacMillans Schlagzeug-Konzert Veni, veni Emmanuel (1992), das bis heute mehr als vierhundert Aufführungen erlebt hat. Längst gilt der gläubige Katholik – er gehört dem Dominikaner-Orden an – als exponiertester schottischer Komponist seiner Generation. Im vergangenen Vierteljahrhundert hat er ein umfangreiches Œuvre vorgelegt, in dem erregte Rhythmik, schroffe Expressivität und meditative Spiritualität eine stets effektvolle Verbindung eingehen. Eine herausgehobene Rolle spielen dabei Werke für Kammerorchester, viele davon mit konzertierenden Soloinstrumenten. 

Kartenpreise € 30,- / Stehplatz € 15,-
Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 15,-

TINE THING HELSETH

Trompete

WILLIAM YOUN

Klavier

JAMES MACMILLAN

Dirigent 

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