KOMPONISTENPORTRÄT PASCAL DUSAPIN (*1955)

Samstag, 14. November 2015, 22 Uhr, Pinakothek der Moderne, Rotunde
Komponistengespräch mit Pascal Dusapin und Alexander Liebreich, 21 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium

"Galim", "Requies plena oblectationis" pour flute et orchestre à cordes (1998)

"Souvenir de Silence" pour treize cordes solistes (1976)

"Khôra" (1993)

Streichquartett Nr. 4 (1997)

"Canto" pour soprano, clarinette et violoncelle (1994)

Pascal Dusapin nehme im französischen Musikleben eine ähnliche Funktion wahr wie Wolfgang Rihm hierzulande, heißt es mitunter. Der Vergleich ist, aller stilistischen Unterschiede zum Trotz, nicht ganz aus der Luft gegriffen, schließlich gehören die fast gleichaltrigen Komponisten – Rihm ist 1952 geboren, Dusapin 1955 – einer Generation an, die sich von den Dogmen und Reinheitsgeboten der Nachkriegsavantgarde nicht länger einschüchtern ließ. Statt auf rigide Konstruktion setzten beide auf die Vitalität der spontanen Erfindung, auf die physische Energie von Klang und Rhythmus und auf den Lyrismus der kantablen Linie. Dabei ist Dusapins vielschichtige Sprache mit den Jahren strenger und abstrakter geworden. Mit Rihm verbindet ihn die Affinität zu Literatur und Bildender Kunst, und auch in puncto Produktivität steht der Franzose, der einst von Iannis Xenakis wichtige künstlerische Impulse erhielt, seinem Karlsruher Kollegen nicht nach. Dusapins Werkverzeichnis umfasst beinahe alle Genres, darunter fünf Streichquartette, zahlreiche Orchesterstücke und nicht weniger als acht Opern.

Kartenpreise € 30,- / Stehplatz € 15,-
Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 15,-

JULIANE BANSE

Sopran

MAGALI MOSNIER

Flöte

ALEXANDER LIEBREICH

Dirigent

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