Tabea Zimmermann

5. ABONNEMENTKONZERT

Donnerstag, 8. März 2012, 20 Uhr, Prinzregententheater

TABEA ZIMMERMANN Leitung und Viola 


SÁNDOR VERESS Vier transsylvanische Tänze (1944)
ALFRED SCHNITTKE Monolog für Viola und Streicher (1989)
MARK KOPYTMAN Kaddish für Viola und Streichorchester (1981)
BÉLA BARTÓK Divertimento (1939)

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Prinzregententheater

Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten.

 

9. März 2012, 22 Uhr, Münchner Kammerspiele
Kammermusiknacht mit Tabea Zimmermann und Mitgliedern des MKO

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Seit langem zählt Tabea Zimmermann zu den großen Musiker-Persönlichkeiten unserer Zeit. Bei Publikum und Kritik gleichermaßen hochgeschätzt, setzt die Bratschistin mit kenntnisreicher Stilsicherheit und Wahrhaftigkeit interpretatorische Maßstäbe. Beim 5. Abonnementkonzert dieser Saison am 8. März konzertiert sie mit dem Münchener Kammerorchester im Prinzregentheater und übernimmt dabei auch die Leitung. Dafür wurde ein Programm zusammengestellt, das in besonderer, vielschichtiger Weise das Saisonmotto „Ostwärts“ durchdringt. Denn es sind Werke von Komponisten zu erleben, die aus politischen Gründen ihre Heimat westwärts verließen, um sich in ihren Musiken vielfach ostwärts nach ihr zu sehnen. Umrahmt wird der Abend von den „Vier transsylvanischen Tänzen“ für Streichorchester, die Sandór Veress in den 1940er Jahren schuf, sowie von Béla Bartóks Divertimento für Streichorchester von 1939. Beide wirkten in Ungarn, Veress war Schüler von Bartók. Als sich die ungarische Politik nach dem deutschen Nationalsozialismus ausrichtete, verließ Bartók das Land. Veress harrte etwas länger aus und ging ins Exil, als bereits die Kommunisten das Land beherrschten. Dagegen ist das Schicksal von Mark Kopytman und Alfred Schnittke eng mit der antijüdischen Politik in der Sowjetunion verbunden: Wegen ihrer jüdischen Herkunft erlebten beide massive Anfeindungen. Während Kopytman nach Israel auswanderte, ging Schnittke 1989 nach Deutschland. Von Kopytman ist „Kaddish“ für Viola und Streichorchester von 1982 zu hören, in dem das jüdische Erbe reflektiert wird. Im „Monolog“ für Viola und Streichorchester, der 1989 für Yuri Bashmet entstand, verlebendigt wiederum Schnittke das Konzept einer collagenhaften Polystilistik – und weitet es um existenzielle Befragungen.  

Kartenpreise
EUR 53,– / 49,– / 44,– / 35,– / 27,–
EUR 12,– Jugendkarte (≤ 28 Jahre)

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